Ausgewählter Beitrag
Hätte hätte
Ich bin an manchen Tagen so traurig, dass du nicht in meiner Nähe wohnst. Ich bin traurig, weil von uns beiden nur du die freie Wahl hattest, wo du hinziehen möchtest und dir war ein anderer Ort wichtiger. Andere Menschen. Ich bin traurig, weil ich an manchen Tagen fast verzweifle, nicht einfach kurz bei dir vorbeischauen zu können, dich in den Arm zu nehmen und einfach nur bei dir sein zu dürfen. Ich respektiere deine Entscheidung, was bleibt mir anderes übrig. Du hast entschieden, was und wer dich glücklich macht und wo du leben willst. Aber es hat etwas mit mir gemacht. Nichts Gutes.
Kommentare zu diesem Beitrag
Das Tragische an diesem Leben ist nur, dass es auf einer wahren Geschichte beruht.
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Do what is right. Not what is easy.
you want. It doesn't matter anyway.
Hallo liebe Kati, ich habe nun ein paar Tage überlegt, ob ich dir meine Worte geben soll zu diesem Beitrag. So wie er mich bewegt hat, wenn mir diese Worte gegolten hätten. Ich schreibe dir mit dem Gedanken, dass du die folgenden Worte in Form einer Antwort brauchen könntest und ich hoffe, dir nicht zu nahe oder sogar auf die Füße zu treten. Alles Liebe für dich, deine Katrin
***
Ich danke dir für deine Worte.
Sie zeigen mir, dass ich dir etwas bedeute, dass ich dir nicht egal bin.
Sie zeigen mir deine Verletzung. Auch mir fällt es schwer, auszuhalten, dass dich meine Entscheidung so trifft.
Ich musste einfach weg. Weiter. Meinen Weg gehen. Das tun, was du mich gelehrt hast. Zu mir zu stehen. Meinen Bedürfnissen zu folgen. Mich wichtig zu nehmen. An mich zu denken. Mich zu finden bei all dem, was mich, was uns umgab. Vielleicht hab ich das dabei nicht gut hinbekommen, dir zu zeigen, dass das nicht deine Schuld ist. Dass ich dich deswegen nicht weniger lieb habe. Ich konnte es nicht in Worte fassen, kann ich manchmal auch heute noch nicht gut. Was mit mir los war. Wie ich mich fühlte. Vielleicht auch weil ich dich nicht (weiter) verletzen wollte, weil ich keinen Raum auch noch für deine Wunde hatte, die ich dir zufügen würde. Ich konnte nicht anders. War diese Entscheidung von mir freiwillig? Ich denke heute, sie war unbedingt nötig. Weil ich so viel Last auf meinen Schultern verspürte. Weil ich gar nicht wusste, wieso und wohin damit. Weil ich Platz brauchte für Neues, für ein neues Ich. Für mich.
Ich danke dir sehr, dass du mich hast gehen lassen. Auch weil ich heute weiß, wie schwer dir das gefallen ist. Wie weh dir das getan hat. Und wie sehr ich dir fehle. Du fehlst mir auch. Auch ich fände es schön, wenn wir uns öfter ganz unkompliziert sehen könnten. Ich weiß aber auch, dass es wichtig war zu gehen. Das hat uns heute wieder näher gebracht. Heute kann ich die Nähe viel besser zulassen. Vielleicht hat mir die räumliche Distanz auch dabei geholfen. Ich wünschte mir, du wärst nicht so traurig darüber und ich könnte deine Wunde mit einem Pflaster bedecken. Ich hab dich sehr lieb.
vom 03.11.2025, 14.18