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Reis mit Ratatouille

Ich merke sehr deutlich, dass sich jemand um mich kümmern muss. Und ich weiß, dass ich dieser Mensch bin. Und natürlich kann ich mich selbst versorgen, ich kann mich selbst regulieren, ich kann alles überleben, das habe ich nachhaltig und oft genug bewiesen. Aber dass ich es kann, bedeutet nicht zwingend, dass es nicht schmerzhaft ist, es immer wieder selbst tun zu müssen. Ich möchte gerade nicht stark, reflektiert, selbstwirksam oder kompetent sein. Und vor allem möchte ich keine anderen Menschen regulieren müssen. Ich möchte keine Entscheidungen treffen und ich möchte von anderen Menschen nicht ihre Unsicherheiten aufgebürdet bekommen, die ich managen muss, weil sie nicht in der Lage sind, die kleinsten Dinge zu regeln. Sie könnten ja was falsch machen. Vielleicht möchte ich einfach mal erleben, dass jemand wirklich und wahrhaftig fühlt: Dieser Mensch da, Kati, ist vollkommen am Ende. Ich verlange nichts. Ich nehme ihr im Gegenteil einfach etwas ab, ohne Grenzen zu verletzen oder zu überschreiten. Ich mache nun genau das, was ihr gut tut, so dass sie heilen und ruhen kann.

Ich bin müde. Ich weiß, dass das für mich gerade nicht existiert. 
Ich bin nicht mal mehr wütend, ich bin einfach nur noch erschöpft und müde.
Es war einfach zu viel, zu lange.
Ich habe nichts mehr.

Und vielleicht ist es heute meine größte Leistung, dass ich mir selber Reis und Ratatouille gekocht habe und es jetzt essen werde. Was Warmes im Bauch, das mich an heiße Sommernächte in Frankreich erinnert, an den Duft der Pinien, das Rauschen des Meeres und an eine Zeit, in der ich noch von meinem Leben geträumt habe.

Kati 28.08.2026, 14.00

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Das Tragische an diesem Leben ist nur, dass es auf einer wahren Geschichte beruht.

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Do what is right. Not what is easy.
you want. It doesn't matter anyway.