Ich bin nachdenklich. Ich habe mich intellektuell und psychologisch fundiert daran abgearbeitet. Jetzt kommt der schwierigere Teil: Ich muss aushalten, es auch zu fühlen.
Ich habe mehreren Menschen ein ungewöhnlich persönliches Geschenk gemacht. Ich habe unfassbar viel Liebe, Zeit, Aneignung von Fähigkeiten und persönliche Tiefe investiert. Und auf genau diese Bewegung meinerseits kam von diesen Menschen kein Echo zurück.
Ich darf das registieren und ich darf diesen Schmerz benennen.
Ich weiß, dass ich nichts Großes erwarte. Keine Überschwänglichkeit, kein großes Trara, keine ausformulierte Dankbarkeit, aber Resonanz. Irgendetwas.
Das können Worte sein, natürlich, aber jede überhaupt erst einmal vorhandene Reaktion kann diese Resonanz zeigen und damit Verbindung schaffen.
Denn letztendlich habe ich Verletzlichkeit gezeigt. Zuneigung, emotionale Offenbarung. Das ist nicht nur ein Geschenk, das ist auch Beziehungsangebot.
Und nach eineinhalb Wochen wortlosem Schweigen muss ich nicht so tun, als wäre mir das egal.