Erkenntnis. Da ist keine Freude mehr, kein freudiges Hallo, keine Umarmung, kein Willkommen um seiner selbst Willen. Es wurde erwartet, dass mit Erreichen der Endphase automatisch eine Überlegenheit einstellen würde. Nun ist das nicht passiert, in einer ganzen Woche nicht und was bleibt ist die Enttäuschung darüber, nicht bestätigt zu bekommen, was man doch eigentlich längst wusste: Besser zu sein. Wertvoller für die Gruppe. Und ich kann nur schulterzuckend nach vorne sehen und meinen Weg weitergehen. Und auch das stößt auf. Ich habe in den letzten Monaten Aufbau und Management so viel für andere getan, dass ich erleichtert aufatmen kann und mich auf nächste Woche freue. Das ist für mich. Nur für mich. Verdient. Ich habe mich bemüht und angestrengt und habe Kontakte geknüpft neben diesem ganzen anderen Tagwerk, dass immer nur darauf ausgerichtet war, eine Gruppe von Egomanen zu einer Gemeinschaft zu führen. Wir sind auf dem Weg, aber noch lange nicht irgendwo, wo man sagen könnte: das wird was. Ausnahmen gibt es. Wenige. Sehr wenige. Zu wenige.
Mein Fehler, mich so sehr davon abhängig zu machen, dass es läuft. Reibungspunkte waren bis vor ein, zwei Wochen quasi nicht vorhanden. Erst jetzt, wo jeder ein wichtiger Teil sein will, sieht man, dass das Fundament fehlt. Unentbehrlich sein zu wollen verträgt sich nicht mit Gemeinschaft. Und Lernresistenz nimmt auch noch den letzten Spaß.
Ach, das macht doch nichts. Machen wir es halt nochmal.
Ja. Verharren in der Mittelmäßigkeit. Ohne Anspruch an uns selber.