Betrachtungsweisen

Für manch einen wäre das sicherlich ein Traum von Familienleben, aber fünf Leute um kurz nach 6 Uhr um mich herum im Schlafzimmer, die sich liebevoll einen guten Morgen wünschen, sich herzen und drücken und knuddeln und sich um das Baby kümmern und gut gelaunt summen und singen… bei mir macht es da unweigerlich TILT im Gehirn.

Ich komme direkt aus den Untiefen meiner Traumebene, weiß oft nicht, in welchem Zeitrahmen ich mich befinde und wie dissoziiert ich gerade bin. Bis ich alles soweit sortiert habe, dass ich auch nur annähernd einen Zustand erreiche, in dem ich das alles geistig abfangen kann, dauert es.

Es ist immer verdammt harte Arbeit.

Und bis auf die Tatsache, dass ich reichlich Zucker und Koffein am Morgen brauche, kann ich das aushalten. Es ist ja auch keiner da, der es mir mal abnehmen könnte.

Aber ich kann. Ich kann es aushalten. Ich habe das im Griff. Das ist vielleicht das Schönste daran und etwas, von dem ich nicht zu träumen gewagt hätte, dass ich es erleben würde.

Ohne Gewalt, ohne Wut die Anwesenheit anderer Menschen direkt nach dem Schlaf aushalten können.

Mit einem Ja.

Schreibe einen Kommentar