
Nebelfrau ist aber nicht nur irgendeine Schamanin, sie ist eine Art Naturereignis mit Heilerlizenz. Ihre Fähigkeiten resultieren aus ihrer tiefen Verbindung zu den Elementen.
Wasser heilt nicht bloß, es erinnert. Wind trägt nicht nur Regen, sondern Stimmen. Erde ist kein Boden unter den Füßen, sondern Halt, und selbst Feuer erscheint nicht als zerstörerische Kraft, sondern als Teil eines großen Kreislaufs.
Totems stehen, Geister wachen, Ahnen hören zu – und wir anderen versuchen derweil verzweifelt, nicht genau in dem Moment aus dem Kreis zu laufen, in dem sie das Ausgleichstotem stellt. Das können wir nämlich gut. Nebelfrau kann eines dann auch sehr gut: Tief seufzen.
Ihre Kraft besteht nicht darin, über der Gemeinschaft zu stehen, sondern mitten in ihr: ruhig, tragend und verlässlich. Während ringsherum wieder mehrere Dinge gleichzeitig außer Kontrolle geraten, legt Nebelfrau einen Heilkreis hin, als wäre dies die natürlichste Antwort der Welt auf allgemeines Chaos.
Ich möchte an dieser Stelle aber auf gar keinen Fall das epische Ereignis verschweigen, als wir im Endcontent immer wieder an Raszageth scheiterten und Nebelfrau schon prophylaktisch ihren Heilkreis direkt unter den Boss legte, wohin ein wütender Krieger gleich anstürmen würde.
Leider hatte sie vergessen, dass sie auf „Saurer Regen“ umgeskillt hatte, so dass eine sehr wütende Drachenmutter direkt auf den gesamten Raid zugestapft kam, während wir noch am Rand der Plattform saßen, kasperten, tranken, aßen und uns für den Kampf wappneten.
Das war das erste Mal, dass wir Raszageth besiegt haben.
Ein Hoch auf Nebelfrau!