
Seit drei Wochen ist er nun hier.
Der kleine Kerl, nach dem der Mann und ich uns schon so lange sehnten und den wir uns wegen „der Umstände“ so lange verboten haben, bereichert nun unser Leben und schafft es, meinen Fokus ganz spielerisch von all den Problemen wegzulenken, die mich immer tiefer in den schwarzen Abgrund ziehen.
Zwischen Kinderpsychiatrie, Supervision, Angst und Überforderung und einem Alltag, der für acht Menschen erst einmal organisiert werden will und in unserem speziellen Fall auch durch viel Morast bewältigt werden muss, ist der kleine braune Schokokeks mein Licht, das mich nach oben sehen lässt.
Loslassen ist meine größte Herausforderung.
Und wenn ich morgens weinend in der Küche stehe und für einen weiteren Tag weder ein noch aus weiß, dann sitzt da jemand, der – meistens mit einem meiner Schuhe in der Schnauze – ganz unmissverständlich fordert:
Ich bin hier.
Komm du auch zurück ins Hier und Jetzt.