„Helfen“

Es gibt zwei Arten von Hausarbeit.

Die, die man sieht und die, die man erst sieht, wenn sie zwei Wochen lang nicht gemacht wurde. Klar ist es einfach, mal eben die Wohnung zu saugen, eine Maschine Wäsche anzustellen oder das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine zu räumen.

Und sich dann zurückzulehnen und stolz zu sein.

Aber die wirkliche Arbeit, die steckt woanders. Alle Oberflächen abwischen. Unter dem Herd die Schrankbeine abzuwischen und den Kinderstuhl zu schrubben. Neben der Toilette die Dreckspritzer der ganzen Familie zu beseitigen. Mal den Boden wischen. Das Treppenhaus fegen.

Da kuckt man nicht sofort hin und in diesem Fall übersieht man es einfach.

„Mach bitte mal ein bisschen im Haushalt“ habe ich mir anders vorgestellt.

Drüberfuddeln kann ich auch. Sehr gut sogar…

Aber was tun in diesem Fall? Soll ich nun meckern? Es ruhig ansprechen und wieder alles haarklein erklären? Den Mund halten? Enttäuscht sein?Ich weiß es einfach nicht.

Wahrscheinlich mache ich es einfach wieder selber.

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