Lähmung

Es läuft alles.
Soweit.
Und doch taumle ich gefährlich nahe an den Rändern des schwarzen Loches entlang, das zu meinem Leben gehört.

Verloren in Zeit und Raum.
Zeiten, die fehlen, aber von mir nicht gelebt wurden.
Räume, die wechseln ohne dass ich sie gewechselt hätte.
Warum jetzt?
Ich weiß, es reicht ein Trigger, ein Flashback, ein blöder Vorfall, der mich zum stürzen bringt.

So nah.
Ich kann es fühlen und es lähmt mich.
Vom Zwang, glücklich sein zu müssen.
Ich habe doch alles.
Es füllt nur nicht die innere Leere, die in mir wohnt.
Ich weiß nicht, ob diese Leere jemals verschwinden wird.

Das Loch heißt Gleichgültigkeit gepaart mit Sinnlosigkeit und dies beschreibt gleichzeitig die zerstörerischste Empfindung, die man haben kann. Hass, Wut, Trauer, Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Freude, Glück… alles ausgelöscht, wenn man dort sitzt.

Kein Gefühl in meinem Leben war je so schwarz wie die Momente ohne Hoffnung.

Lebens-müde.

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