Alle Familienmitglieder sind inzwischen wieder zuhause und es fällt mir so schwer, dies als etwas Gutes zu betrachten. Man spürt an so vielen Dingen, dass wir so nicht komplett sind. Komplett waren wir die letzten eineinhalb Wochen, als Zwei fehlten.
Und es war wie früher, die Kinder waren ausgeglichen, ich war mit mir im Reinen, ich konnte loslassen. Hatte keine Angst vor den Übergriffigkeiten der Zusatzkinder. Musste nicht kämpfen, durfte nur sein. Mit meinen Vieren. Dem Mann. Den Tieren.
In den Tag hinein leben, ohne Distanzlosigkeiten, ohne Unverschämtheiten, ohne Drohungen, ohne Suizidankündigungen, ohne Fantasien, mich umzubringen, ohne versuchten Missbrauch. Heute bin ich traurig, dass wir nie wieder so komplett sein dürfen, wie wir einmal waren. Diese Zeit ist unwiederbringlich verloren.
Morgen fängt der Kampf des Alltags wieder an.
Therapie für die Zusatzkinder, Verteidigen meiner/unserer Grenzen, Erziehung, Schadensbegrenzung. Ich bin so müde.
So. verdammt. müde.