Mein bester Freund, das Sofa

Ich dachte, nach der langen Grippeerkrankung nehme ich mir noch mal zwei, drei Wochen Zeit für eine große Muskelverletzung im Rücken.

Ich verbringe meine Tage also entweder im Bett liegend, weil das die einzige Möglichkeit ist, schmerzfrei zu sein – oder ich sitze mit dem Hund auf dem Sofa und langweile mich zu Tode. Auf dem Sofa sitzen ist nach Im-Bett-liegen nicht mit solchen Schmerzen verbunden, dass ich mich vom Dach stürzen will, also verbringe ich dort ebenfalls sehr viel Zeit. Ich habe die Kinder genötigt, die xBox aus dem Partyzimmer wieder ins Wohnzimmer zu bringen, wo ich dann in Decken eingepackt Supermutanten erschießen, Sims heiraten lassen oder Challenges spielen kann. Meine Freuden im Leben…

Nach dem letzten Besuch beim Orthopäden und einer Spritze mit wirklich extrem langer Nadel, die munter in meinem Rücken herumstocherte, geht es langsam aufwärts. Betonung auf langsam, aber immerhin aufwärts.

Ich kann das Sofa allmählich nicht mehr sehen, ich möchte arbeiten, etwas tun, produktiv sein, aber so lange ich mich nach dem duschen oder staubsaugen erst mal eine Stunde hinlegen muss, weil ich so erschöpft bin, wird das noch nicht wirklich was.

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