„Ich habe grade mit meine Frau über dich gesprochen.“, sagt der Mann meiner Hebamme in seinem wunderbaren holländischen Akzent, als er beherzt das CTG in Empfang nimmt und skeptisch darauf sieht. „Bist du schon soweit?“
Ich nicke, noch etwas müde, weil ich gerade zu den Herztönen meines Sohnes ein ganz hervorragendes Schläfchen gemacht habe, so mitten in der Arztpraxis.
„Nein, bist du nicht.“ Er zieht seine buschigen Augenbrauen hoch.
„Du bist wieder viel zu nachdenklich. Wenn du soweit bist, ist auch der Baby soweit. Und wenn der Baby noch nicht soweit ist, dann heißt das, dass du auch noch nicht bereit für den Baby bist.“ Ich ergebe mich der in meinem momentanen Zustand zwingenden Logik und hmmme so ein wenig. Keine Wehe, nichts. Tolle Werte für meine Verhältnisse und ein Arzt, der sich weigert, mich zu untersuchen. „Da ist nichts. Der Baby wartet auf dich. Es geht ihm gut.“
Ich sinke noch ein wenig tiefer in den Ledersessel und möchte einfach nur schlafen.
Er greift zum Hörer und ruft seine Frau an.
„Du wirst sie am Sonntag ja sehen. Aber der Baby ist noch nicht so weit. Und vor nächstem Mittwoch machen wir gar nichts. Wir haben Zeit. Hörst du, Liebling?“
Es wäre saukomisch, wenn ich nicht so müde wäre.
Ich schüttel seine Hand und er sagt nur: „Geh schlafen, wenn du kannst. Der Baby wartet auf dich.“
Irgendwie muss ich fast so ein bisschen weinen, aber könnte auch sein, dass da was im Auge war. Ich geh dann mal wieder ins Bett.