„Legen Sie einfach beide Halbkreise mit dem Mittelpunkt links auf rechts aufeinander, festnähen. Legen Sie Quadrat A auf den Endpunkt B des Halbkreises links auf links und nähen Sie entlang der Rundung. Markierungen beachten, wenden. Nehmen Sie jetzt die ausgeschnittene Ellipse C und nähen Sie sie von Hand in die verbleibende Öffnung. Ausstopfen, Restöffnung schließen. Knöpfe als Augen aufnähen.“
Ich schwöre, ich habe GENAU das getan.
Danach hatte ich etwas, das aussah wie ein karierter Greifvogel mit Schnabelherpes. Rechts und links staksten piekige Stoffecken heraus, die dem ganzen eine sehr seltsam anmutende Form gaben. Nichts mit rund und niedlich und knuddelig. Eher so außerirdisch monströs mit Auswüchsen.
Nochmal genäht. Das Ergebnis sah schon anders aus. Nämlich noch schlechter.
Der Greifvogel hatte inzwischen einen Buckel bekommen, weil ich dachte, ein Teil falsch eingenäht zu haben und der Schnabel zeigte nach dem Ausstopfen auf die Augen.
Als ich beim dritten Mal Quadrat B auf Ellipse A und mit Halbkreis C nicht links auf rechts sondern links auf links nähte und mir beim wütenden Wenden fast mit dem Nahtauftrenner ein Auge ausstach, zweifelte ich das erste Mal an meinem Verstand.
Bei Versuch Nr. 4 erhielt ich durch Weglassen eines ganzen Nähzuschnitts plötzlich eine Flunder mit Schnabel und Augen, die mich irgendwie berührte.
Beim Versuch, das fehlende Nähteil doch noch zu installieren, brach die Nähmaschinennadel und ich nähte mit der Hand aus Versehen die Beine über dem Kopf zusammen.
Jetzt sieht es aus wie eine Kreuzung aus einer Erdbeere mit Ohren und Kermit dem Frosch.
Und hängt am Krankenhausbeutel für den kleinen Tuk.
Meine Güte, nach Anleitung kann ja jeder…
Aber wir sind vorbereitet.