Der Exmann hat ja generell nur Rechte.
Ich habe die Pflichten. Das nennt man dann gemeinsames Sorgerecht. Gerecht aufgeteilt. Ich bitte nun also um eine Einverständniserklärung (schriftlich), dass ich mit dem Tochterkind umziehen darf. 500 Meter weiter, selbe Stadt, kein Schulwechsel, nichts. Ich benötige ferner eine Vollmacht (schriftlich), dass ich das Tochterkind an der neuen Adresse anmelden darf. So das Jugendamt. Da hat er natürlich keine Lust zu. Ist ja auch anstrengend, so drei vorformulierte Sätze zu unterschreiben. Wird er mir das nicht genehmigen, kann ich das auch ohne seine schriftliches Einverständnis tun, mache mich aber damit strafbar. Er kann sich auf seinem faulen Arsch ausruhen und ist wie immer aus dem Schneider. Das Spiel kennen wir ja schon. Auf die viermal telefonisch, dreimal schriftlich per Einschreiben angeforderten letzten Unterlagen warte ich ja schließlich auch erst seit Oktober 2012.
[Einatmen. Ausatmen. Keine Kinder mehr mit Idioten zeugen.]