Der erste Kuss

Ich kann sein Keuchen mehr spüren als hören, als ich meinen Körper an seinen drücke. Er riecht nach Flieder. Nach Mann. Nach Lust. Jeder Millimeter seines Körpers ist hart. Unnachgiebige, harte Muskelmasse. Ich lasse meine Finger über seine Brust gleiten. Er greift fester zu. Seine Hände liegen an meinen Hüften und ziehen mich noch dichter heran.

Ich lege meinen Kopf in den Nacken und biete ihm meine Kehle dar. Die Nacht gehört uns. Immer schon. Direkt über mir der Komet, strahlend hell, ein Stück Ewigkeit im Wimpernschlag, den ich lebe. Ich schließe meine Augen. Sein Atem hat meinen Hals erreicht.

Zeig dich. Es ist nur ein leises Flüstern. Ich brenne lichterloh.

Ich spüre, wie sich die Fesseln lösen.

Da bist du ja. Er lächelt. Lass uns spielen gehen, meine Wölfin.

Die Welt dreht sich. Ich lasse mich hineinfallen. Weiche Lippen senken sich auf meine. Ein Stromschlag nach dem anderen fährt durch meinen Körper. Ich will kämpfen. Erobern. Besitzen.

Er lässt mich nicht. Unnachgiebig bestimmt er das Tempo, den Takt, unseren Rhythmus, bis ich mich ergebe.

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