Fürsorge

Du musst etwas essen.

Ich saß rittlings vollkommen nackt auf seinem Schoß. Er saß auf dem großen Ledersessel in seinem Wohnzimmer, vollständig angezogen. Mir lief der Schweiß in Strömen den Körper herab. Ich schüttelte den Kopf.

Er legte mir ruhig den Finger auf die Lippen. Ich weiß, du isst nur alleine. Ich habe heute Morgen Lasagne gemacht und in den Kühlschrank gestellt. Ich gehe gleich ins Schlafzimmer. Dann hast du Zeit.

Ich nicke. Seine Hand gleitet an meiner Wange entlang und umfasst halb meinen Kopf. Er stöhnt. Langsam zieht er meinen Kopf wieder näher an sich heran. Gesicht an Gesicht halten wir inne. Leuchtendes Blau sieht mich im Halbdunkeln hungrig an. Seine Finger gehen auf Wanderschaft. Er lockt, mit lasziver Trägheit. Keine Bewegung zu viel. Langsam. Genüsslich. Er hat keine Eile. Seine Stimme lässt meine Seele vibrieren. Ja, genau so. Gutes Mädchen.

Ich will meinen Rücken durchbiegen und den Kopf in den Nacken legen, doch er lässt mich nicht. Bleib bei mir. Sieh mich an.

Das Leuchten durchdringt mich tiefer als der Akt an sich es je tun könnte. Ich will dich sehen.

Mit letzter Kraft halte ich diesem Blick stand, keuchend, schwitzend, stöhnend, laut schreiend schließlich, bis ich erneut auf ihm zusammensacke.

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