Arbeit

Irgendwie, irgendwo zwischen Boden schrubben, Fenster putzen und dreimal am Tag saugen und das 398. Mal die Bauklötze aus der Toilette fischen ist er mir verloren gegangen, der Spieltrieb.

Kann der Mann immerhin seine sprachliche Fähigkeit, mit Worten zu spielen, an den Bürohasen ausleben, die keine Kinder haben und mit Arschgeweih, Stringtanga und rausfallenden Titten seinen Büroalltag bereichern, setze ich auf klare kurze Anweisungen.

Keine Ironie, kein Zynismus, keine Andeutungen, nein, wir leben die Hundeerziehung und setzen auf maximal Zweiwortbefehle.

Ich kann Frauen sehr gut verstehen, die nach der Geburt wieder arbeiten gehen, weil ihnen der Ausgleich fehlt. Nicht, weil Kindererziehung zu anspruchslos wäre oder man sich langweilen könnte, Gott bewahre, es ist und bleibt ein Vollzeitjob. Unterbezahlt, ungedankt, unbefriedigend. Denn: was nach einigen Jahren Früchte trägt, wird im Alltag hart erkämpft. Und nur weil meine Kinder in ein, zwei, drei Jahren alle höflich sind, sich durchsetzen aber auch benehmen können, heißt das nicht, dass wir hier glückselig lächelnd durch die Gegend tanzen.

Also nicht nur, zumindest.

Ich hätte gerne eine richtige Arbeit. Eine bezahlte, eine, die mir Anerkennung in Form von Geld bringt. Eine, für die ich mein Zuhause verlassen kann und abends wieder heimkommen darf.

Ich lehne dies für mich persönlich jedoch vollkommen ab. Ich habe mich entschieden, dass die Kinder mit einer jeden Tag äußerst präsenten Mutter groß werden.

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