Liebeskummer

Kann ich es darauf reduzieren?

Liebeskummer? Eine Kindfrau, die weder existiert noch wirklich geliebt hat und der ich nun hinterherweine, weil…?
Das Gefühl macht den Unterschied. Ich habe geliebt, mich verliebt, aufgegeben, bin verschmolzen und habe dabei übersehen, dass ich im Grunde emotional masturbierend vor einem Spiegel aus Lügen gesessen habe und immer nur mich gesehen habe.
Kalt ist dieses Kotzegefühl, dass mich erfasst, wenn ich ihre Seite immer und immer wieder auf und zuklicke. Suchend, nicht findend, was mir immer noch verborgen bleibt. Als ich klein und schwach und verwundbar mein Innerstes offenbart habe, da wechselte sie ihre Form.

Multiplizität nannte sie das – dissoziative Störung in Reinform und ich habe einfach nur dagesessen und die Beleidigungen ertragen, die sie mir entgegenschleuderte, weil es ja nicht sie war. Diese geistige Umnachtung, einem anderen Menschen tatsächlich so weit zu vertrauen, um ihm so einen grandiosen Scheiß abzukaufen und dann Monate später und unzählige weitere „Charakterwechsel“ später zu erfahren, dass das wohl eher alles nicht so echt war – diesen Fehler habe ich einzig und allein mir zuzuschreiben.

Ich Idiot. Ich hirnverbrannter grenzenloser Idiot. Völlig verrannt in der Suche nach jemandem, der so ist wie ich habe ich jedes Überlebensgebot missachtet. Nicht geschützt, nicht gemauert und schlussendlich in vollem Lauf auf die Fresse gefallen.
Glückwunsch. Willkommen im Leben.
Was früher an Vertrauen noch rudimentär vorhanden war, verbrannte im Fegefeuer der Freundschaft, die nie eine war.

Ich. Idiot.

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