Bah

Ich bin austauschbar.

Es ging nie um mich, nicht einen Moment. Damals, beim Bloggen war ich begehrt, weil fremd. Nun begehrt, weil mit einem Mann gesegnet, der wunderbarer nicht sein könnte. Ganz im Gegensatz zu ihrem eigenen herumhurenden nur mäßig intelligenten fetten Sack, der sich auf Kosten anderer profilieren muss und sich weigert, erwachsen zu werden. Und ich? Nähe zu mir bedeutet Nähe zu ihm.
Alles Mitleid bezüglich der kleinen Schwarzen – geheuchelt. Es ist nicht relevant für sie, für niemanden. Bloß keine Stellung beziehen, sich nur nicht entscheiden müssen, bloß nicht zu einer Meinung stehen, die man gar nicht besitzt. Alles offen halten. Und wenn es die Beine sind, die bei Gelegenheit sicherlich mehr als nur den eigenen Mann willkommen heißen würden.
Geschenke für einen „wunderbaren Menschen“ als trojanisches Pferd um sich geistig von meinem Mann vögeln lassen zu können.
Wie sehr es mich anwidert, mich selber darin zu erkennen. Auch ich war früher ein Spiegel. Ein Weibchen, das seine Interessen nach dem Gegenüber ausrichtete, um ja geliebt zu werden. So war ich immer das Verbotene, immer die Verlockung, immer das Andere, das Fremde, das Begehrte, dem kaum ein Mann widerstehen konnte, weil die meisten Männer ohne Selbstwert genau das in Frauen suchen, was sie weder in sich selbst finden noch bei ihren Ehefrauen bekommen, um den Drang zu befriedigen, jemand zu sein. Und da war ich. Bewundernd, lieb, frech, verdorben, brav… ein Spiegel jeder Sehnsucht.
Und ich verstehe ihren Drang, ihre Seele wie ihren Körper zu verkaufen, so gut, weil mir dieses Denken, gefallen zu müssen, so sehr vertraut ist.
Aber ich werde mich nicht mehr dafür hergeben, ihre Sehnsucht nach meinem eigenen Mann zu befriedigen.
Gott, ich muss verrückt sein, wirklich darüber nachgedacht zu haben, sie näher an mich heranzulassen. Ich Idiot.
Wenn ich vor 6 Monaten auf mein erstes und immer noch schwärendes Bauchgefühl gehört hätte, hätte ich diese Gedanken vielleicht schon früher beiseiteschieben können und nicht in der vermessenen Hoffnung, dass es tatsächlich jemandem um mich gehen könnte, alles noch schlimmer gemacht.
Freundschaften existieren nicht. Zwei Motivationen im Leben: Liebe und Angst.
Sofern es nicht echte selbstlose Liebe ist, ist es Angst.

Angst, nicht geliebt zu werden.

Das Menschsein irgendwann im Leben auf genau diese zwei Aspekte beschränken zu können, erschreckt mich wie es mich beruhigt.
Triebgesteuerte Affen, die sich aufgrund einer viel zu großen matschigen Zellmasse zwischen den Ohren einbilden, die Weisheit für sich gepachtet zu haben.

Momente im Leben, in denen ich darüber nachdenke, ernsthaft mit Trinken anzufangen.

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