Es sind Begegnungen wie jene gestern, die mich fast an meiner Arroganz verzweifeln lassen. Es sind nette Menschen, die Beiden. Jene Eltern des Jungen, den der Kobold auch sehr nett findet. Über eine Stunde haben wir gesprochen und ich frage mich, ob ich mir genug Mühe gegeben habe, etwas in ihnen zu finden, das mich ehrlich interessiert.
Sie gehören zu der typischen Sorte Mensch, die freigiebig mit Informationen persönlicher Natur ist, jenseits jeder Scham und geleitet von Sensationslust und selbstverliebtem Geltungsbedarf. Sie hören sich beide gerne reden, fragen nichts. Und so war auch das Verhältnis im Gespräch. Sich sonnend in meinen, unseren Fragen, selbstverliebt, geltungssüchtig…
Ich habe meine Maske aufgelassen. Aus Feigheit? Aus Arroganz? Aus Vernunft? Es erschließt sich mir manchmal nicht.
Vielleicht waren sie einfach auch nur unwichtig. Auf nette Weise völlig unwichtig.
Ich knabbere daran, Begegnungen dieser Art nicht mehr abgewinnen zu können.
Was weiß ich schon, was diese Menschen bewegt…