Vielleicht ist es das, woran unsere Gesellschaft am meisten krankt:
Dass es einem erst schlecht gehen muss, damit man sich um ihn kümmert.
Dass man das Gefühl hat, körperlich schwer krank sein zu müssen, um diese Aufmerksamkeit einfordern zu dürfen, sich überhaupt erst zu wagen, zu verlangen, zu bitten, zu flehen, zu betteln, dass der Andere sich auch mal kümmert…
Wie einfach wäre es – und wie vermessen kommt es mir vor – zu sagen: Ich fühle mich ungeliebt. Ich möchte getragen werden. Umsorgt. Möchte ab und zu nein sagen dürfen und trotzdem geliebt sein…