Zu viele Menschen, zu viele Dinge, zu viele Situationen.
Ich habe mich in den letzten Monaten in die vermeintliche Sicherheit hineingeschmiegt, die es mir möglich machte, mich immer weiter in mich zurückzuziehen. Nach dem Desaster des Sommers war es so nötig, so wohltuend und so wunderbar, nicht jeden Tag mit so viel mehr Menschen in Kontakt treten zu müssen. Fünf, sechs Monate sind seitdem vergangen und heute Morgen erschlug es mich fast. Habe die letzten Stunden in Einsamkeit mit dem Baby unter einer Decke verbracht, wo wir gespielt, gekuschelt, gegessen und getrunken haben… Und langsam geht es wieder. Ich bin für keine Art sozialer Interaktion gemacht und selbst die Freude der Anderen, mich wiederzusehen, baute lediglich eine bedrohliche Mauer weiterer Verpflichtungen auf, die menschliches Miteinander nun mal so erfordert. Nein, ich will euch nicht besuchen, ich will nicht reden, nicht frühstücken gehen, nicht Tee trinken. Nein. Nein. Nein. Versagensgefühl.
Der Schritt war gut, der Weg muss vielleicht noch mal neu gewählt werden