Ratlos

„Kann ich vielleicht Schokolade und ne Cola haben?“, fragt er schnaufend und auf dem Boden sitzend, als er die erste Treppe geschafft hat.

Ich biete ein Glas Wasser fürs erste an, aber er schüttelt angeekelt den Kopf.

Er keucht, 11 Stufen liegen hinter ihm und der Kobold scheucht ihn weiter, ins nächste Stockwerk, wo sein Zimmer liegt. Aber es hilft nicht. Das Besuchskind jappst nach Limonade und Kalorien und sitzt… einfach da…

„Hast du nen Fernseher in deinem Zimmer?“, schnauft er Richtung Sohn und ich frage mich, ob das wohl als Motivationshilfe dienen könnte.

„Leider nicht..“, schüttelt der Kobold bedauernd den Kopf und sieht mit traurigen Augen in meine Richtung. „Mama will das ja nicht…“

Das Jappsen wird weniger und er sieht den Kobold mitleidig an. „Dann können wir ja auch gar nichts spielen…“ Seine Augen weiten sich.

„Doch, ich hab die Ritterburg von Playmobil aufgebaut!“, freut sich der Kobold nen Ast.

„Oh. Dann bleib ich aber nicht so lange. Dann kann ich nachher zuhause noch spielen.“ [Ich habe diese Woche wirklich genug soziale Interaktionen mit anderen Menschen gehabt, liebes Leben.

Reicht jetzt.]

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