Ich bin wach.
Deutlich vor meiner Zeit bin ich wach.
Ich betrete leise ihr Zimmer.
Das erste, das mir auffällt, ist der Geruch.
Dem Hund auch.
Leise jaulend steht er in der Tür und fiept mich an.
Er dreht sich um und flüchtet.
Es riecht… süß. Und faulig.
Es ist eine einmalige Kombination, und ich kenne sie.
Uroma schnurchelt leise vor sich hin.
Schnelle Atemzüge.
Augen, Schläfen und Wangen sind eingefallen, die Gesichtshaut fahl.
Aber sie sieht friedlich aus.
Ich lasse sie noch einen Moment schlafen.
Oder wird es mehr als ein Moment sein?
Ein Todeskampf ist das nicht.
Für heute Morgen wünsche ich uns Ruhe.
Einfach nur Ruhe.
Worauf wartet er?
Oder wartet sie?