Wir bekommen heute Besuch von einem Kind, das nicht rennen, springen, hüpfen, toben, sich anstrengen, normale Nahrung essen, krabbeln oder sich körperlich zu intensiv mit irgendwas beschäftigen darf.
Ich habe mehrere Stunden medizinische Details mit der Mutter abgeklärt, habe Anweisungen bekommen, die an einen mehrtägigen Lehrgang erinnern und fühle mich irgendwie immer noch komisch.
Nicht, weil ich mir das nicht zutraue, sondern weil es so gar nicht unsere Welt ist. Meine Kinder können zwar je nach Vorliebe auch stundenlang lesen, am Tisch sitzen und basteln oder Spiele spielen, aber ich muss sie auch nicht daran hindern, wenn sie mal toben wollen. Ein quirliges vierjähriges Kind präventiv ruhig zu halten, damit sich eine Krankheit nicht verschlimmert, finde ich so unnormal wie es mir nur vorkommen kann.
Eine gewisse Grundunruhe verschwand heute Morgen, als mir eben dieses Kind im Kindergarten erklärte, dass heute wohl der allerschönste Tag sei, weil es uns besuchen dürfte.
Wird schon.