Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich vor diesem kreischenden Kind stand und am liebsten ein Fläschchen geholt hätte.
Ich bin hart geblieben. Wir beide sind es.
Zwei Wochen ohne Fläschchen, das waren zwei Wochen Gekreische am Morgen, noch bevor ich die Augen auf hatte, Gekreische am Mittag, Trotz- Wut- und Panikanfälle gefühlt jede halbe Stunde mit Tränen, Türenknallen, Werfen, schlagen, beißen. Gekreische am Abend. Schreien in den Schlaf. Wutentbranntes Toben gegen alles, das sich in den Weg stellte.
Und – oh Wunder – der Kobold nimmt normale Nahrung zu sich. Nicht in einer Menge, die ein normales Kind essen würde, aber für ein kleines Spätzchen wie ihn reicht es. Und Brot! Er isst Brot!
Von Zeit zu Zeit betrachte ich ihn und die Fortschritte, die wir ohne Frage gemacht haben und überlege mir, ob ich das schon vor einem Jahr hätte so machen müssen oder ob es jetzt die Zeit war.
Ich werde es nicht erfahren… Es nagt an mir.
Ich liebe diesen kleinen Kerl so sehr und habe so viel Angst, alles falsch zu machen…