Loch

Ich habe noch keinen Weg gefunden, nicht in dieses Loch zu fallen. Die letzten Tage waren adrenalindurchtränkt, diesem besonderen Kind gerecht zu werden. Immer auf dem Sprung, abwägen, was nun das Verkehrte, was das Beste wäre… nach zwei Wochen Zwangspause vom Kindergarten. Und so wird aus mir ehemaligem Morgenmuffel ein sanft aber konsequent energischer Motivationsbolzen, der drei Kinder zeitgleich weckt, fertig macht, herumkommandiert und pünktlich aus der Haustür schiebt oder von A nach B bringt und auch wieder abholt. Es rächt sich. Die Vorbereitungen für heute haben mich bis gestern Abend um 10 Uhr auf den Beinen gehalten und seitdem geht es bergab. Talfahrt frei ins schwarze Loch der Müdigkeit.
Immer ist es das Gleiche, wenn ich mich nach außen wenden muss, mit anderen Menschen näheren Kontakt halten muss und mich nicht einigeln und schützen kann.
Ich möchte nur noch schlafen, schlafen, schlafen.

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