Abschied.

Es geht los.

Langsam, schnell, manchmal schleichend, manchmal überwältigt es mich mit aller vorhandenen Intensität. Wenn jemand Urlaub macht und ich mich frage, ob ich ihn noch mal sehe. Wenn man mündliche Vorabeinladungen für in zwei Monaten erhält und zusagt, obwohl man nicht weiß, ob man dann überhaupt noch hier wohnt.

In jedem Geschäft dieser kleinen Stadt, in der man mit vier Kindern nun mal einfach gekannt wird und die Kinder Süßigkeiten, Lob, Obst, kleine Geschenke etc. zugesteckt bekommen und man sich leise fragt, wie lange es dauern wird, in der neuen Heimat Fuß zu fassen.

Am Fluss, schlussendlich, dort fühle ich den Aufbruch am schmerzhaftesten. Die Insel. Unsere Insel.

Es gibt keinen, wirklich keinen einzigen Grund, jemals wieder hierher zurückzukehren. Mein Herz nehme ich mit. Meine Lieben ebenfalls. Die Erinnerungen auch. Es gibt keinen Grund. Niemanden, den ich in mein Herz gelassen habe, weil ich mich gegen diese Art von Sozialität entschieden habe.

Alles, was wichtig ist, kommt mit.

Und trotzdem ist das hier momentan noch Zuhause. Hier ist soviel passiert. So viel Glück, so viel Leid, Trauer, Geburten, Tod, Leben. Sieben Jahre.

Ich bin unglaublich organisiert, aufgeräumt, kühl, effektiv. Ich weiß nicht, ob die Tränen kommen werden, die ich als so natürlich empfinden würde bei einem solchen Abschied. Vielleicht sind sie aber auch nicht nötig, weil es einfach an der Zeit ist, aufzubrechen.

Vielleicht.

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