kleine Schritte

Heute ist einer der Tage, an denen ich mich frage, warum ich nicht den anderen Weg gegangen bin. Keine Familie, keine sozialen Kontakte, Betreuungsverhältnis, Arbeitsunfähigkeit, Rente.

Schon wenn ich es schreibe, spüre ich, dass das niemals mein Weg hätte sein können, weil ich trotz aller Dämonen und aller Nächte wie diese wieder eine war ihnen niemals zugestehen würde, mich auch nur ansatzweise offiziell beherrschen zu dürfen.

Ich KANN ein normales Leben führen, ich bezahle für Kinder und Mann und den Zwang, nach draußen gehen zu müssen einen enorm hohen Preis, doch für mich gibt es schlicht keine Alternative. Niemals. Jeder Tag ein neues Trauma, doch jeder weitere Tag, den ich aufstehe, mich berühren lasse, körperlich, geistig… ohne schreiend davon zu rennen gleichzeitig ein Triumph über die Panik, die Angst- und Beklemmungszustände, den Schmerz, die Trauer.

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