Letzte Woche hat der Flerken tatsächlich das erste Mal durchgegriffen.
Da, wo wir bereits durchtrennte Hautschichten vorweisen können, wenn wir uns in Frieden und langsam und vorsichtig nähern, um die Katze zu streicheln, ihr Futter, Wasser oder Opfergaben darzubieten, kann der kleine Tuk ja durchaus laut brüllend auf das Tier zukrabbeln, es am Schwanz ziehen, draufpatschen, ähnliches.
Welpenschutz greift eben auch im Tierreich. Ähnliches habe ich auch bei unserem Hund beobachtet, wenngleich der uns gegenüber nicht zum Berserker wurde, um beim Baby dann das Lamm zu geben, wie es die Katze nun tut. Aber das Baby wird größer und schneller. Und wie aus dem Bilderbuch trug sich die Begegnung letzte Woche zu.
Baby krabbelt auf Katze zu, Katze bleibt sitzen und wartet. Dann streckt der kleine Tuk seine Finger Richtung Fell aus und bekommt nach einem kurzen Moment derart eins auf die Finger gehauen, dass man jeden Aufprall Katzenpfote-Kinderhand deutlich hörte.
Ohne Krallen.
Nur mit dem Pfotenballen.
Ich war schwer begeistert.
Der kleine Mann dagegen kuckte etwas ent-geistert, versuchte es erneut.
Wieder drei Schläge auf die Hand. Ein drittes Mal ebenfalls, wobei die Katze bei diesem Mal wegging und im Gehen noch mit der anderen Pfote zur Bekräftigung ein viertes Mal zuschlug.
Alles ohne Krallen – wir bluten bei solchen Versuchen bereits aus mehreren großen Wunden…
Baby schaute sehr verdutzt, setzte sich erstmal auf den Hosenboden und man sah förmlich, wie es im Gehirn zu arbeiten begann.
Ich liebe dieses Tier.