Ich habe mit ihr am Telefon gesprochen. Habe ihre Stimme gehört. Kalt. Dreieinhalb Jahre Pause und das Kind ruft an. Was sagt man da als Mutter? Ich weiß, was sie sagte.
Stolz darauf, das letzte Bisschen Würde behalten zu haben und auf ihre kalten Anschuldigungen und Beleidungen nicht eingegangen zu sein. Ruhig weitergesprochen zu haben.
„Es ist okay, wenn ich Angst habe.“, sagte ich laut zu mir selber, bevor ich ihre Nummer wählte.
Den Rest habe ich mit ihrer Anwältin geklärt, nachdem sie mich noch einmal als Lügnerin beschimpft hatte und dann auflegte.
Wir haben keine Unterlagen darüber, dass das Geschenk ein Geschenk war. War es nicht, sagt sie nun, sieben Jahre später.
Und die Rechtslage ist reichlich kompliziert. Aus Gründen. Nicht gedacht, dass ich meinen Exmann noch einmal vor einer Klage retten würde. Wahrheit, habe ich mir irgendwann einmal geschworen. Vertrauen fand ich auch mal gut. Wohin das führt, sehe ich ja jetzt.
Und so nehmen wir eben einen mittleren fünfstelligen Betrag auf, um dieses Geld auf das Konto meiner Eltern zu überweisen, die von kaum etwas so viel besitzen wie von Geld.
Naja, reich an Boshaftigkeit und Niedertracht sind sie auch noch.
Kraft für eine gerichtliche Auseinandersetzung mit Zeugen und Beweisen und Behauptungen, die Aussage gegen Aussage stehen, habe ich nicht. Ich hab sie einfach nicht mehr.
Ich möchte jetzt bitte nie wieder mit einem anderen Menschen in soziale Interaktion treten.