Ich fahre nicht mehr am Haus vorbei.
Ich kann nicht, es zerreißt mich fast.
Je weniger Tage es werden bis zum Umzug, desto schlechter kann ich mich zurückhalten.
Ich fürchte, wenn ich meinem Drang nachgebe, am Haus vorbeifahre, anhalte, dieses zarte Grün berühre… dann würde ich vermutlich nachmittags den Vorbesitzer dreckverschmiert aus der Hecke angrinsen, wenn er von der Arbeit kommt.
Also versage ich es mir völlig.
Nun ist es so, dass man Teile des Hauses von jedem Teil der Stadt gut sehen kann.
Das Haus steht sehr exponiert auf einem Berg, die Stadt liegt im Tal.
Ich sehe das Dach, wenn ich über die erste Brücke am Fluss fahre.
Ich sehe beide Fenster des Tochterkindes, wenn ich morgens das Auto am Ende der Straße wende.
Ich sehe das Fenster im ersten Stock, wenn ich dem Sohn beim Fußball zusehe.
Ich kann es fühlen, immer.
Tischler, Elektriker, Schornsteinfeger, Versicherungsmenschen, Techniker, alle stehen sie in den Startlöchern.
In den Tagen nach der Schlüsselübergabe reihen sich die Termine wie Tautropfen an einer Spinnenwebe aneinander.
Bald…