Vom Traurigsein

Die Übergabe verlief katastrophal. Wie so oft. Und nachdem ich jetzt eine halbe Stunde lang ein klammerndes zitterndes kleines Bündel auf dem Arm hatte, das mit den Tränen kämpfte, kletterte er dann doch von mir runter, aß und trank etwas und ging dann mit der Motte spielen.

Bis auf diesen Moment alle paar Minuten, den er sich loseist, zu mir gerannt kommt, mich vorsichtig an der Seite berührt oder kurz seinen Kopf an meine Brust legt und leise sagt: „Hierbleiben, okay?“

Ich drücke ihn jedesmal kurz, lächle ihn an und nicke. „Ja. Ich bin hier und ich bleibe hier.“

Er atmet erleichert aus, drückt sich noch einmal in all seiner Weichheit an mich und flitzt wieder ins Zimmer der Motte.

Wie kann so etwas nur so weh tun?

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