ich habe so lange überlegt, was ich dir schreiben soll. Ob ich dir schreiben soll. Ich habe mich dagegen entschieden.
Du warst mir auf den ersten Blick sympathisch.
Ich wurde dir unsympathisch, als du hier einziehen wolltest und wir nicht sofort mit Pauken und Trompeten Ja gesagt haben, zusätzlich zu 6 Kindern, dazwischen zwei, die wir nicht kennen, deren Mutter vor einigen Monaten gestorben ist und die einen Haufen Probleme mitgebracht haben, auch noch einen mopsfidelen 77jährigen mit dem Anspruch, gerne den ganzen Tag von mir bekocht und umsorgt werden zu wollen, das größte Zimmer im Haus, das inzwischen ganz schön eng geworden ist, bewohnen und ansonsten die nächsten 10-15 Jahre hier einen schönen Lebensabend verbringen zu wollen.
Jetzt ziehst du weg. Zu deinem jüngeren Sohn.
Ich bin in deinem neuen Zuhause nicht willkommen.
Das hast du deutlich gemacht.
Dein ältester Sohn und die zwei Zusatzkinder schon.
Deine anderen Enkel nicht.
Vielleicht hören wir uns noch einmal.
Vielleicht auch nicht.
Es ist ja nicht so, dass du jemals etwas über mich wissen wolltest.
Nimm die Lügen, die du über mich geglaubt hast, mit.
Es ist wie es ist.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du dort glücklich wirst.
Leb wohl und Gute Reise.