Einäscherung mal anders

 „Was meinsu mit: Der Gestatter nimmt Uroma gleich mit, Mami?“

Es ist 6 Tage her. Der närrische kleine Tuk steht wie ein Häufchen Elend vor mir und sieht mich entsetzt an. Ich bin verwirrt.

„Der Bestatter kommt gleich mit starken Männern und dann packen sie Uroma ein und nehmen sie mit zum Krematorium. Uroma muss ja auch beerdigt werden. Wir können sie nicht noch länger hierbehalten.“

Ich sehe Unverständnis auf seinem Gesicht und merke, dass ich den Kernpunkt seiner Frage anscheinend nicht begriffen habe.

„Aber… Aber..!“ Tränen stehen in seinen Augen.

„Butzemann. Was ist denn los?“

„Aber Uroma will doch verbrannt werden!“, bricht es aus ihm heraus. Er schluchzt.

Ich sehe ihn verständnislos an.

„Ja. Deswegen kommt ja auch der Bestatter. Im Krematorium kann Uroma dann verbrannt werden.“

Er wirft sich verzweifelt in meine Arme und weint.

„Aber… Ich dachte, das könnten wir hier im Garten machen!“

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