Hätte hätte

Ich bin an manchen Tagen so traurig, dass du nicht in meiner Nähe wohnst. Ich bin traurig, weil von uns beiden nur du die freie Wahl hattest, wo du hinziehen möchtest und dir war ein anderer Ort wichtiger. Andere Menschen. Ich bin traurig, weil ich an manchen Tagen fast verzweifle, nicht einfach kurz bei dir vorbeischauen zu können, dich in den Arm zu nehmen und einfach nur bei dir sein zu dürfen. Ich respektiere deine Entscheidung, was bleibt mir anderes übrig.

Du hast entschieden, was und wer dich glücklich macht und wo du leben willst.

Aber es hat etwas mit mir gemacht. Nichts Gutes.

Erdung

„Es ist wie vor 4 Jahren!“, flüsterst du mir zu und ich sehe den Schmerz und die Tränen der Verzweiflung in deinen Augen. Ich schiebe dich in den Regen, nur wir beide und die Urgewalt, die da draußen um uns herum tobt. Ich halte dich fest, flüstere dir zu, wie sehr du geliebt wirst und so stehen wir da. Ich kann dir nicht helfen und weiß doch zu genau, wie es ist, wenn die Dunkelheit einen zu überwältigen droht. Ich weiß es. Und ich fühle deine unbändige Energie, dein Licht, deine Stärke, die du allesamt noch so wenig unter Kontrolle hast. Ich kann dir nicht helfen und es macht mich wahnsinnig. Ich kann nur hier bei dir sein, dich erden, dich festhalten, dich lieben und hoffen, dass das reicht.

Meine Kriegerin.

Du bist der Sturm.