Hausaufgaben

Wo das große Kind einen Gehirn wie ein Fotoapparat zu haben scheint und die Denkleistung jedes Maximallevel sprengt, führen der Kobold und ich erbitterte Grubenkämpfe bei den Hausaufgaben.

Ich kenne das nicht und war dementsprechend unvorbereitet.

Ich will nicht wissen, was heute die Nachbarn dachten, als ich haareraufend meinen armen Sohn in der Küche anbrüllte:

„DREI TAFELN SCHOKOLADE HAST DU SCHON!! DU WILLST ABER 5 TAFELN SCHOKOLADE HABEN! WIEVIELE TAFELN BRAUCHST DU NOCH???“

„Äh, sieben!“

„WAAAAAAAAAAHHHH; DU HAST 3 TAFELN!! DREI!! SCHAU!! DREI!!!!“

Ich fuchtelte inzwischen mit drei Fingern vor seiner Nase rum und hüpfte wie ein Rumpelstilzchen vor ihm auf und ab:

„DREI!! SCHAU! UND DU WILLST FÜNF HABEN! FÜNF!!!! SCHAU!!!“

Und zerrte mit der freien Hand zwei weitere Finger der ersten Hand nach oben. Und klappte sie wieder runter. Und wieder hoch. „KOBOLD!!!!“

„Ah, jetzt hab ichs verstanden Mami. Ich brauche noch 9 Tafeln!“

„AAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHH. FÜNF!!! DU WILLST 5 HABEN!! FÜNF!!! FÜNF!!!!“

„Können wir was anderes nehmen? Ich kann doch sonst nur an Schokolade denken!“

„KOBOLD!!!“

„Mami, das ist echt kein Spaß mit den Hausaufgaben.“

[Grmbflfmargh]

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