ARGH!

Der Exmann kriecht mit 20 über die Autobahn und hat noch 80 km. *hrhrhr*

Der Mann kommt nun doch früher.
Das Kind hat kein Zeugnis.

“Was feiern wir denn nun?”, frage ich entgeistert in das traurige Tochtergesicht mit den Krokodilstränen in den Augen. Wir stehen uns im Schneetreiben gegenüber und da glitzern so zwei, drei dicke Tränen in den großen braunen Augen.

“Ich weiß es nicht!”, schluchzt das Kind und wirft sich in meinen Arm.

“Ja und die Geschenke. Und die Luftschlangen. Und die Ballons! Irgendwas müssen wir ja feiern, sonst sieht das beim Mittagessen echt doof aus.”, sage ich.

“Ich hab heut deinen Kalender fertiggemacht, den ich dir zu Weihnachten schenken wollte!”, strahlt sie mich an. Und setzt leise hinzu: “Also bis auf ein paar Monate. Aber mit dem Mai hab ich mir heute echt Mühe gegeben. Ist doch Kobolds Monat!”

Ich blinzle stoisch.

Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Wir schleichen mit dem Auto nach Hause und das Essen brutzelt schon im Ofen und der Reis kocht immerhin und wir werden vermutlich ohne den Exmann essen. Und mit dem großen hübschen Mann. Und mit Geschenken. Weil – der Kalender ist ja heute fertig geworden.

Also fast. Man soll die Feste ja feiern, wie sie fallen.

Kindergarten

Ich habe mal wieder mit der Lieblingserzieherin telefoniert und wir haben wieder mal keine Lösung gefunden. Die Kindergartenerziehersituation lässt keine Einzeleingewöhnung zu und der Kobold braucht aber genau das. Stabilität und eine einzige Bezugsperson.
Ich hole die nächsten Tage mal ein paar Unterlagen ab. Mal sehen, wie der Kobold sich benimmt, ob er in Panik verfällt, sich einigermaßen entspannen kann oder es sogar zu einem Kontakt kommt.
Ich hasse dieses Thema. Es liegt mir so schwer auf der Seele und ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich verzweifle fast daran.

Wie soll ich ihn schützen?
Wie lange darf ich das noch?

Ich kann das kaum ertragen.