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Auch ein totes Kind hat das Recht, in Liebe geboren zu werden.

Gehen wir dort vorbei, wo wir unser totes Baby der Natur übergeben haben, dann schwingt neben der Trauer immer auch unendliche Liebe.
Dankbarkeit, für die Möglichkeit, dass ich sie gebären durfte.

Dass wir sie betrachten und bestaunen und beweinen durften. Halten, streicheln.
Erst die Ehrfurcht vor der Geburt und die Glückseligkeit über das Geschenk, das die Geburt darstellt, ermöglicht es, auch die Trauer anzunehmen. Das eine geht nicht ohne das andere. Es ist nur ein scheinbarer Widerspruch, Glück über den Geburts- und Trauer über den Todestag gleichzeitig zu empfinden.

Und es ringt eine ganze Menge Kraft ab.
Mut wie Demut gleichermaßen.

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