Seit der orangefarbene Flusenperser verschwunden ist, ists einfach geworden hier. Einfach und einsam.
Ich muss nicht mehr täglich saugen, durch seine Angewohnheit, alle Räume abwechselnd als Katzenklo zu benutzen (mit 14 Jahren wird man exzentrisch), kam ich nicht aus dem Saubermachen und Wäsche waschen (und herzhaft fluchen) raus – auch das fällt nun weg.
Die große adoptierte Kampfkatze läuft dafür maunzend und kläglich miauend durch die Wohnung und ich merke, dass an einem Tag, an dem wir viel weg sind und erst abends wieder richtig ankommen, das Katzentier sehr einsam ist.
Auch die Kinder knabbern alle sehr daran, dass der Orangfarbene verschwand. Alles Mist.
Er fehlt als Kampfgefährte, als Kuscheltier und sogar auf eine ganz verquere Art und Weise als Aufreger am Morgen, wenn ich von der Kinderrunde nach Hause kam und laut schimpfend erst mal auf allen Vieren Böden wischen musste. Er hinterlässt eine Lücke. Eine große Lücke.
Eine zweite Katze ist keine Option. Nicht mit der Allergie des Mannes und mit der Unberechenbarkeit kätzischer Charaktere. Der Hund ist auch schon zwei Jahre tot, eine Katze bleibt nun noch.
Es wird tierleer hier, ein Leben, das ich so nie haben wollte.