retadierendes Moment

Das Gespräch lief eigentlich so lange ausgezeichnet, bis die Erzieherin meines Sohnes mit einem erleichterten Lächeln zur Sprache brachte, wie froh sie sei, dass mein Sohn sich den Hänseleien der anderen Kinder ergeben hätte und „nicht mehr diese albernen Mädchensachen“ anziehen würde. Ich hätte sie gerne gefragt, wo denn ihr Diskriminierungstäschchen mit Vorurteilen stehen würde, damit ich ihr einmal gepflegt hineinkotzen könnte.

Stattdessen folgte eine Unterhaltung über das gesellschaftliche Problem positiver wie negativer Männerdiskriminierung (mein Anliegen) und eine Grundsatzdiskussion über die Farbe lila (ihr Anliegen) und deren modische Geschlechtszugehörigkeit. (best of: „Ich finde es ja SO toll, dass Ihr Sohn gerne und liebevoll mit Puppen spielt, bin dann aber auch immer ein bisschen froh, wenn er wieder mit den anderen Jungs (die, die nur blau und grün tragen) fangen spielt und in die Bäume klettert“)

Ich bin dann mal weg, ein bisschen vor mich hinwürgen.

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