Dieser unglaubliche tiefe alles vernichtende und verschlingende Hass in mir.
Es kostet übermenschliche Kraft, ihn in Schach zu halten. Er will wüten, verletzen, vernichten. Alles, was ich erfahren habe. Alles, was mir beigebracht wurde. Keine Verwundeten. Pure Rache. Vernichtung. Zerstörung. Sieg.
Es ist keiner, hämmert das Herz. Es ist kein Sieg, die Liebe zerstört zu haben.
Vielleicht sagt es auch der Kopf. Ich weiß nicht, wo das Wissen steckt. Ob es überhaupt Wissen ist. Oder mehr eine Ahnung von dem, was ich immer belächelt habe.
Wer braucht schon Liebe, wenn er sich in Dunkelheit und Hass und Macht hüllen kann…
Die Tränen laufen über meine Wangen, weil ich nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen habe. Keine Insel, keine Parole, keine Zuflucht.
Ich kann diese Woge aus brennendem Hass einfach nur über mich hinwegrollen lassen und würde mich so gerne von ihr davontragen lassen. So warm, so vertraut.
Es geht weit über meine Grenze, es auszuhalten.
Ich streiche für heute die Segel. Ich kann nicht mehr.
Morgen wieder.