Manchmal ist Nichts das Beste, das man tun kann…

Das gilt wohl unabhängig von diesem Thema hier in mehr als nur einer Hinsicht.

Das Fieber bei der großen Tochter tat seinen Dienst und ziemlich genau 24 Stunden nach Beginn des Hochheizens auf Höchsttemperatur in der Nacht war der Spuk dann vorbei.

Ich bin einfach dankbar, dass Kopfschmerzen und Co. verschwunden und keine Begleiterscheinungen aufgetreten sind und ich damit unseren zugegebenermaßen äußerst netten und attraktiven Kinderkardiologen erst nächsten Monat wiedersehe, wenn der kleine Tuk mit seiner Untersuchung wieder dran ist.

Der Kobold hat seit Geburt das klassische Drei-Tage-Fieber, wenn der denn mal krank ist, aber wie unser Arzt so schön sagte: das kann auch nur einen Tag dauern. Oder vier. Kind ins Bett oder aufs Sofa und erst wenn die Mutteralarmglocken läuten zum Arzt. Nicht vorher. Dann aber sofort! Ich lieb den Mann. Ich denke ohnehin, dass es unnötig ist, bei laufender Nase einen Arzt aufzusuchen. Ja, auch wenn das Kind zweimal gehustet hat. Und ja, auch wenn es weinerlich ist. Oder nicht gut schlafen kann. Es ist nun mal krank. Das DARF so sein.

Und wenn reichlich schlechte Witze (was liegt am Strand und man kann es nur ganz schlecht verstehen? – eine Nuschel.), lustige Filme und Eiscreme nicht zur Verbesserung des Allgemeinzustandes führen, kann man ja immer noch fahren und vier Stunden in einem stickigen Wartezimmer verbringen, während man zuhause ca. 820 Mal Uno oder Tempo, kleine Schnecke hätte spielen können.

Eine Bekannte regt sich immer wunderbar darüber auf, wenn sie mit ihrer Tochter (laufende Nase, erhöhte Temperatur) im Arztwartezimmer sitzt und Notfälle vorgezogen werden. Sie hat dann jetzt den Kinderarzt gewechselt, bei dem ich immer noch bin, weil ich genau weiß, dass wenn ich in einem Notfall dort anrufe, ich auch fünf Minuten später beim Arzt im Behandlungszimmer sitze. Im Gegenzug bin ich bei normalen Untersuchungen, Impfungen oder Ähnlichem auch gerne bereit, eine Stunde im Wartezimmer zu lesen, wenn ein Notfall vor mir reingerufen wird. Man muss schon wissen, was man will.

Und ja, das war nicht immer so.

Ich erinnere mich an die Situation in der Notaufnahme, wo meine völlig ruhige und müde Tochter beim Arzt hing und versuchte einzuschlafen während ich versuchte, dem Arzt klarzumachen, dass sie gleich sterben könnte, weil sie sich beim Abendessen an Nudeln mit Tomatensauce verschluckt hatte. Verschluckt. Kurz gehustet, alles prima.

Ich dachte über Luftröhrenschnitte und Herzmassagen nach, während ich mein völlig entgeistertes Einjähriges aus dem Stuhl riss und zum Krankenhaus fuhr.

Ja, manchmal ist man so beim ersten Kind. Und ich danke dem Himmel dafür, dass SIE sich daran nicht erinnert und dem Arzt dafür, dass er nicht laut losgelacht hat. Er hat sie sogar abgehorcht und mehrmals mit seriösem Brummen wichtig „hmhmmmm“ gemacht, während er mir versicherte, dass sie keinen bleibenden Schaden davontragen würde…

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