Es ist keine gute Idee, mir deine Kehle so offen und nackt darzubieten, möchte ich dir zuflüstern. So schutzlos. Tu das nicht. Ich bin nicht perfekt, ich könnte es ausnutzen, dich verletzen, dich demütigen… Ich berühre diese zarte Babyhaut mit meinen Lippen und schließe die Augen. So viel Frieden. Du gluckst leise vor dich hin und kicherst ein wenig, ziehst die Schultern nach oben, schiebst mich weg und lächelst mich an. Dann beginnt das Spiel von vorne. Du reckst deinen Kopf nach oben, zeigst mir deinen Hals, siehst mich erwartungsvoll an, bis ich mich langsam wieder nähere und einen Schmatz nach dem anderen auf deine Haut drücke. Du machst wieder diese Geräusche und ich frage mich, wie das sein muss, so sicher… Ich tue dir Unrecht, wenn ich in diesem Moment darüber nachdenke, aber ich kann nicht anders. Ich möchte dir sagen, wie töricht es ist, sich so hinzugeben, doch ich bringe kein Wort über die Lippen. Kann diesen Moment nicht zerbrechen, spiele das Spiel mit dir, das mich so berührt und verstört. Dein Vertrauen macht mich atemlos und so wütend zugleich. Du reißt mit deiner Hingabe alle meine Mauern nieder, alle Mechanismen erstarren und die Seele hält den Atem an. Liebe. Das muss Liebe sein. Es kann nichts anderes sein. Ich vermute es, ich …weiß… es? Ich bin mir fast sicher.
Ich atme deinen Geruch ein und die Welt steht still. Du in meinem Arm, ich bei dir, du bei mir… Du seufzt leise und ich sehe auf. Deine Augen sind geschlossen.
Sachte leg ich dich an meine Schulter und genieße deine Wärme, während der Rest der Welt langsam wieder sichtbar wird.