Ich habe im ganzen Leben des Tochterkindes vor ihr bis heute noch nicht ein (!) einziges (!) schlechtes Wort über den Mann verloren, der mich geschlagen, vergewaltigt, belogen, betrogen und beklaut hat.
Ihren Vater.
Und ich rechne mir das extrem hoch an, dass ich bei diese Disziplin aufbringe, den Kontakt zu ihm möglich zu machen, zu fördern, Verständnis für ihn aufzubringen und dem Tochterkind ganz grundlegenden Respekt im Umgang mit anderen Menschen zu vermitteln.
Das sind nun über 8 Jahre und meine Liste wächst. Aus Wut wurde in langen Jahren Gleichgültigkeit und daraus wurde in den letzten Monaten aus Gründen kalter Hass. Ich bin nicht stolz darauf, aber meine Gefühle gehören mir. Und so lange ich in der Lage bin, Geschenke für ihn auszusuchen, mit ihm zu telefonieren und mit dem Tochterkind über Besuche und Telefonate und sein Leben auf eine konstruktive Art und Weise zu sprechen, ist es völlig gleichgültig, was ich über ihn denke. Ich weiß, dass alles, wirklich restlos ALLES, was ich über diesen Mann sage und WIE ich mit ihm spreche, meine Tochter beeinflussen wird.
Und ihre Meinung über ihn muss sie sich selber bilden.
Meine Geschichte ist nicht ihre Geschichte.
8 Jahre Verspätungen, falsche Zusagen, Lügen, Unzuverlässigkeiten, emotionale Erpressung, Nachlässigkeiten und Gleichgültigkeit zeigen nun langsam Wirkung.
Ich werde ihr auf ihrem neuen, selbstgewählten Weg zur Seite stehen.
Aber gehen muss sie ihn selber.