Ich möchte dir so gerne so viel sagen, allein ich habe alle Worte schon mehr als einmal verwendet und sie schmecken schal. Kann deine Abwertungen deiner Selbst nicht mehr ertragen, deine Mutlosigkeit, deine Vernachlässigung, deine Zaghaftigkeit, deine Wiederholungen in Wort und Untat. Jahrelanges Suggerieren von „Ich kann nicht“ „Ich weiß nicht, wie“ und „Ich habe Angst“ tragen Früchte, weniger in deinem Geist, wo die Bäume Minderwertigkeit und Angst in grauschwarzen Obstwiesen schon jahrzehntelang verwurzelt sind, sondern in meinem. In meinem brennenden Herzen, das sich seit Jahren gegen die mantra-artig wiederholenden Abwertungen zu Wehr setzen muss, denen du dich selber aussetzt. Und so streckt mein Herz die Waffen und kapituliert: Okay, du kannst nicht. Ja, du bist ein Versager. Ich glaube dir. Ich glaube dir das jetzt, heute, endlich.
Du hast versucht, mich so viele Jahre lang jeden Tag davon zu überzeugen. Und nun hast du es geschafft. Vielleicht macht dich das ja irgendwie glücklicher, wenn alles andere es schon nicht vermocht hat.