Männer sind Schweine.
Frauen Schlampen.
Ich bin durch mit dieser Welt.
Männer sind Schweine.
Frauen Schlampen.
Ich bin durch mit dieser Welt.
Blut. Tod. Verderben.
Die Nächte sind so grell und laut wie die Tage stumm und erschöpfend sind. Ich nutze den Tag, um mich von den Schrecken der Nacht zu erholen. Wieder und wieder.
Dachte ich doch damals, dass die Zeit der schlimmsten Albträume endgültig vorbei sei, belehren sie mich jetzt hämisch lachend eines Besseren. Kein Schutz, keine Sicherheit. Und so haste ich Nacht für Nacht durch Erlebnisse meiner Kindheit, durch die Hilflosigkeit, das Grauen, die Verbrechen.
Ohnmacht ob meiner Schwäche, meiner Unfähigkeit, mich zu wehren, zu widersetzen, ob meiner Winzigkeit und ihrer Größe und Macht. Meine eigenen Kinder müssen in diesen Träumen das durchleben, was ich damals aushalten musste und ich stehe daneben.
Stumm.
Mache mich ein zweites Mal schuldig, indem ich wieder schweige.
Wieder zum kleinen Kind werde, das all diese Dinge einfach mit der gnädigen Verdrängung bewältigt, die als einzige die omnipotente Schuld der Erwachsenen in ein kindliches Verstehen und den lebensrettenden Glauben wandelt, dass es schon einen Grund geben muss für all diese Dinge.
Und doch sieht mein erwachsenes Ich zu.
Sieht, wie meine Kinder mit demselben Blick nach Hilfe suchen wie ich damals. Ich bleibe stumm und ertrage die Bilder, bis die Nacht mich aus ihren Fängen lässt und mir einen neuen Tag schenkt, an dem ich Kraft sammeln muss für den Schmerz und die Verzweiflung, die ich auszuhalten habe wegen der Wege, für die der dunkle Engel sich entschieden hat.
Und für die Nacht, die wieder kommen wird.
Take me to church
I’ll worship like a dog at the shrine of your lies
I’ll tell you my sins so you can sharpen your knife
Offer me that deathless death
Good God, let me give you my life
Ohne Sinn.
Ohne Hoffnung.
Ohne Trost.
Allein.