Theorien

Theorie hat den großen Nachteil, dass sie nicht individuell sein kann, ohne sich selbst zu verraten. Wer macht einen Menschen liebenswert? Niemand. Ein Mensch ist nicht mal prinzipiell liebenswert, nur weil er da ist.

Diese Annahme basiert auf einem erlernten Wertesystem, das keine allgemeine Gültigkeit hat, nur weil wir innerhalb eines gesellschaftlichen Konsens, der unsere angeblich erreichte Zivilisationsstufe repräsentieren soll, beschlossen haben, dass das so ist. Jeder Mensch ist liebenswert? Schwachsinn. Wir hätten das nur gerne so, weil wir alle eine Scheißangst davor haben, keine Rechte zu besitzen und nicht geliebt zu werden. Liebe ist unsere Triebfeder. Immer. Überall. Das macht uns als Menschen aus. Und auch wenn der immer gern genommene Vergleich zu den Affen nicht viele Unterschiede zeigt – die wenigen, die existieren, sind gravierend.

Wir sind die einzigen Lebewesen, die darüber nachdenken können, warum wir über etwas nachdenken. Philosophie nennt man das gemeinhin und es ist mehr als nur ein Prozentsatz an Chromosomen, der uns vom Affen unterscheidet.

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