Moralischer Verfall

Die Hunde sind auf Werkseinstellung zurückgesetzt, durften in Betten schlafen und am Tisch betteln, der Butz hat 48 Stunden nicht geschlafen, das Haus steht noch und die Kriegerin brüllte mir als erstes entgegen: „Wir hatten ESSENSRESTE! Ich musste sie nicht mal BEWACHEN!!!“

Bei der nächsten Essenszeit spazieren die Hunde wie selbstverständlich mit ins Esszimmer, Ludwig steigt auf die Bank und kuckt erwartungsfroh, ich starre fassungslos.

Warum genau ist der Hund der Meinung, er sitzt mit am Tisch?

Butz: „Weil…“

Tretgeräusche unterm Tisch

„…keine Ahnung.“

Das Gildentreffen

Wir ergeben uns als Paar seit 19 Jahren zum ersten Mal für einen Tag der Dekadenz der völligen Verantwortungslosigkeit,

Nachdem jetzt an den geöffneten Fenstern doch mehr Menschen vorbeikamen als vermutet, die sehr interessiert den Geräuschen aus unserem Zimmer lauschten und ich es beim Duschen geschafft habe, den hotelinternen Feueralarm auszulösen, bin ich auf den weiteren Tag gespannt.

Das Gildentreffen

Der Kobold, der Mann und ich fahren auf das große Gildentreffen der Jagdgesellschaft.

Da wir die kleinen Kinder nicht einfach mit den drei Hunden zuhause lassen, kommen die große Tochter und ihr Partner für diese Tage zu uns und passen auf alles auf.

Butz ist in heller Aufregung und skeptisch, ob das alles auch genauso hinhaut, wie ich ihm das zugesagt habe. Besonders der neue Partner der großen Schwester sorgt für Kopfzerbrechen.

Er präsentiert mir heute Morgen eine Abhakliste, worauf bei ihm zu achten hat. ich lese sie aufmerksam durch.

Butz, Mausi… Bist du dir sicher, dass du einem erwachsenen Mann erklären muss, wie er drei Scheiben Mortadella auf Weißbrot zu legen hat?

„Sicher ist sicher, Mami!“

[Na gut.]

Die Maus

Um Mitternacht schwebte eine große Einkaufstasche in unser Schlafzimmer, gefolgt von einem langen Arm, an dem ein Kobold hing, der etwas zaghaft „Mama? Papa? – In der Tasche ist Pappe und in dem Pizzakarton wohnt die Maus, die knuspert gerade so laut – was soll ich damit machen?“ fragte.