Habe mich heute Morgen bereits mehrfach erbrochen, Panikattacken weggeatmet und bin dann mit sehr viel Angst trotzdem zum Zahnarzt gegangen.
Wie jedes Mal.
Traumafolgen sind ein Arschloch, aber ich bin nicht bereit, mir davon mein Leben diktieren zu lassen.
Die Kinder wissen inzwischen schon viel zu viel und gleichzeitig nur ein winziges Bruchstückchen aus meiner Vergangenheit und trotzdem werde ich an diesen Tagen einfach liebevoll von ihnen ins Bett geschickt, bekomme einen Obstteller, eine stille Umarmung, ein leises „Du bist super.“
Und je älter sie werden, desto wichtiger sind diese Lücken im Superheldenumhang von Eltern.
Ich erlaube mir inzwischen eine Durchlässigkeit, die vor Jahren noch undenkbar gewesen wäre, die aber unabdingbar für die Abnabelung ist, damit wir uns als Erwachsene neu begegnen dürfen.